Mongolei (4- 21.10) - Seite 3
11.10.07
Per Autostop geht es weiter nach Kharkorin. Eigentlich wollten wir in die naechste Stadt wandern, der Schneesturm haelt uns jedoch davon ab und wir entscheiden uns wieder Richtung Ulan Bator zu reisen.
Zum Glueck fahren die in die falsche Richtung, dieser Transport ist nur etwas fuer hartgesottene Mongolen!
Irgendwann geben wir auf und nehmen ein Minibus. Auf den endlosen Strassen (man faehrt wo man will!) verstecken sich halt manchmal Hindernisse und so stecken wir schon bald in einem Graben fest.
Die Landschaft aendert ploetzlich, der Schnee ist weg!
Lehn nie etwas ab! Brav mit der rechten Hand die Schnupf-Tabak- Dose in Empfang nehmen, die Flasche bewundern, Deckel heben und daran riechen. Mit der rechten Hand wird die Dose dann wieder zurueck gereicht. So sagt man hoeflich, Nein Danke! Die Dosen sind Kunstwerke und koennen bis einige hunderttausend Dollar Wert sein.
Wir wohnen in der Jurte hier nennt man sie GER und es gibt leckere "Aelpler Maccaroni mit Oepfelmues".
Am Morgen geht es auf zum 1. buddhistischen Kloster in der Mongolei, Erdene Zuu. Hier lebten einst mehr als 10'000 Moenche in ueber 100 Tempeln, als dies noch Djingis Khans Hauptstadt war. Kublai Khan machte danach Peking zur Hauptstadt des mongolischen Reichs und Kharkorin verschwand im Nirgendwo. Sie hoffen aber darauf, das zu Djingis Khans 800 Jubilaeum, Kharkorin wieder zur Hauptstadt ernannt wird!
Mit Muschelhoerner werden die Moenche herbeigerufen. Djingis Khan uebernahm den Buddhismus von den Tibetern, als er sie bekriegte. Darum sieht man den gleichen Baustil wie im Tibet. Auch die Bilder des Dalai Lama sind allgegenwaertig. Das barbarische Kriegsvolk und die friedliche Weltanschauung des Buddha, eine interessante Kombination.
Die Jurte oder das Ger
| Beim Betreten einer Jurte kann einem leicht der Flüchtigkeitsfehler unterlaufen, der seinen mongolischen Gastgeber, wenn auch nicht sichtbar, doch verletzen würde. Denn es gilt als durchaus unhöflich, die Schwelle einer Jurte mit dem Fuß zu betreten oder auch die Zeltseile zu berühren. Auch die innere Aufteilung der Jurte entspricht langen Traditionen. So dass man es als sehr hohe Wertschätzung begreifen kann, wenn man den Platz der Ehrengäste zur rechten der Gastgeber zugewiesen bekommt. |
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Als 1. wird der Aussenwand (meist gefilzte Wolle vom Kamel oder Schaf) entfernt...
Dann die Decke...
Dann werden die 'Dachbalken' entfernt...
Mit vereinten Kraeften wird dann die Dachmitte gekippt und die Holzlatten zusammengerollt.

